Schönheits-OPs und Laboutins

Neulich guckte ich mir wieder „Goodbye Deutschland“ an. In dieser Sendung geht es um Auswanderer und was sie in ihrer neuen Heimat erleben. Was Auswanderer betrifft, hat Gott in diesem Fall ein besonders großes Tierreich geschaffen. Hier gibt es alles. Es ist manchmal lustig und hat Suchtpotential! Vor zwei Wochen ging es um Patricia Blanco, die mich zwangsläufig an ein Übersetzungsproblem erinnerte.

Für alle, die keine regelmäßigen Trash-TV-Gucker sind: Patricia Blanco ist die Tochter von Roberto, dem grinsenden Kubaner mit einer Vorliebe für rote Saccos. Ich weiß nicht, was sie wirklich macht. Ich erinnere mich so dunkel, dass sie beim Dschungel-Camp dabei war. Und nun gehört sie zum „Goodbye Deutschland“ Format. Patricia ist nach Frankreich gezogen. Früher eher füllig von der Figur her, hat sie bemerkenswert viele Kilos abgenommen. Nun hängt die Haut leider von ihren Beinen und ihrem Bauch. Die Lösung: ab unters Messer!

Ein paar Wochen später war die Film-Crew bei ihr, um sich zu erkundigen, wie es ihr geht. Patricia hielt es der Heilung ihrer Beine und ihres Bauches förderlich, eine knallenge Lederhose anzuziehen. Als Schuhwerk wählte sie mega-hohe Laboutins (jedenfalls die mit den roten Sohlen und die, die mehrere hundert Euros kosten). Und wen wundert es: sie beschwerte sich, wie schmerzhaft sich Beine und Bauch in der Lederhose anfühlten und wie schwer es war, die Schuhe anzuziehen. Das nenne ich einen Fall von „Jammern auf hohem Niveau“ – oder wie wir neuerdings auf Englisch sagen – “a first world problem“. Noch besser gefällt mir hier die Lösung meiner Tochter, die mich jedes Mal zum Lachen bringt: “The struggle is real“.

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