Wie sagt man Impressum auf Englisch?

Eine der häufigsten Fragen, die Deutsche mir stellen ist „Wie sage ich Impressum auf Englisch?“. Die Frage ist nicht so leicht so beantworten.  Diese Herkunftsangabe in Publikationen aller Art ist in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben, aber in Großbritannien und in vielen, vielen anderen Ländern unbekannt und nicht im Gesetz verankert. Das ist es ja, es hat mit dem deutschen Gesetz zu tun. Eine Sache ist sicher, auch wenn diverse Online-Wörterbücher vor Falschübersetzungen für dieses Wort nur so wimmeln, Impressum auf einer Website ist nicht imprint! Heute schrieb mir meine Freundin Alex (und nebenbei gesagt auch ausgezeichnete Übersetzerin für Niederländisch und IT-Expertin) zum Thema Impressum. Alex kann man übrigens auch selbstverständlich im Web unter http://www.kleijn-translations.de/ finden. Sie hat mich auch auf dieses Blog aufmerksam gemacht:

http://blog.textlation.de/2010/08/das-impressum-zieht-seine-kreise/

Durch dieses Blog habe ich erfahren, dass es sogar einen Wikipedia-Eintrag zum Thema gibt, der auch recht aufschlussreich ist:

http://en.wikipedia.org/wiki/Impressum

Aber keiner kann besser erklären, wie man Impressum am besten ins Englische übersetzt als mein Kumpel, Martin, in seinem Blog. Also werde ich es nicht mal versuchen. Schaut dort einfach vorbei:

http://false-friends.crellin.de/search?q=imprint

Wir, die eine Hasskappe auf das Wort imprint haben, fühlen uns etwas missionarisch in unserem Kampf gegen falsches Englisch! Macht mit!

8 Antworten to “Wie sagt man Impressum auf Englisch?”

  1. Margaret Says:

    Wieso soll das in GB nicht gesetzlich verankert sein? Ich denke, es ist EU-Recht. Ich habe das hier ausgeführt, allerdings ist es lange her:
    http://transblawg.eu/index.php?/archives/591-Impressum-in-English-revisited.html

  2. Sally Massmann Says:

    Danke Margaret! Ich ging nach dem deutschen Telemediengesetz – gibt’s so was Ähnliches in Großbritannien?

  3. Alexandra Says:

    Auch wenn es diesbezüglich europäische Richtlinien gibt: Jeder EU-Staat hat seine eigene Umsetzung. Welche Daten also unbedingt af einer Website vermerkt werden müssen und in welcher Form, variiert also (enorm!) pro Land.

  4. Andy Says:

    –As this is something that one is legally required to include on a website, ‚legal notice‘ makes perfect sense.

    If German lawyers absolutely must see the word ‚Impressum‘, ‚legal notice‘ could be followed by ‚Impressum‘ within parentheses: Legal Notice (Impressum). Or it could be: ‚Impressum/Legal Notice‘.

    –But, why would a German website need to have an English ‚Impressum‘? Are we dealing with a bilingual German-English website?

    –There is no such requirement in the UK or in the Republic of Ireland.

    –Actually, this notice on German websites looks a bit silly. But, German law is German law.

  5. Margaret Says:

    Hi Sally – ich hatte nicht gesehen, dass weitere Antworten erschienen waren. Ich kenne mich nicht gut aus. Es geht um die Umsetzung der Richtlinie 200/31/EG (the E-Commerce Directive), z.B. The Electronic Commerce (EC Directive) Regulations 2002, das geht um Verträge, die elektronisch geschlossen werden, d.h. weniger Personen würden sich betroffen fühlen als in DE. Abgesehen davon kann praktisch jeder in DE einen Websitebetreiber kostenpflichtig abmahnen, wenn das Impressum fehlt. Es stimmt, dass diese Richtlinie verschieden in verschiedenen Ländern umgesetzt wurde, aber es ist dieselbe EU-Richtlinie, die dahintersteckt.
    Es ist merkwürdig, dass das Wort Impressum sich in Deutschland eingebürgert hat. Ich glaube nicht, dass es im Telemediengesetz steht. Vielleicht liegt es zum Teil an der Angst, abgemahnt zu werden, dass die Kontaktdetails einen solchen Namen bekamen!

    • Sally Massmann Says:

      Danke Margaret. Ich denke Deutschland ist immer besonders eifrig dabei, Richtlinien umzusetzen. Man denke an die Unruhe vor einigen Jahren durch die Einführung des Begriffs Scheinselbständigkeit. Alle Selbständigen waren dabei zu beweisen, dass sie mehr als einen Kunden und einen vernünftigen Marktauftritt hatten. Inzwischen hört man von Scheinselbständigkeit nichts mehr. Der Staat ist wahrscheinlich um jeden froh, der Arbeit hat! Gibt es diese Praxis der Abmahnung in Großbritannien übrigens?

  6. Tony Mellor-Stapelberg Says:

    Martin hat natürlich recht, dass heutzutage über dem, was einem deutschen Impressum in etwa entspricht, sehr häufig GAR NIX als Überschrift steht. Früher war es aber üblich, dass in Printmedien – Zeitungen, Zeitschriften – dort der Titel der Veröffentlichung sozusagen als Erinnerung stand, und zwar in der logoähnlichen Form, wie er im Masthead (dazu gleich mehr) steht. Im Laufe meiner Karriere habe ich mehrere Zeitschriften, meistens interne Mitarbeiterzeitschriften von Firmen, übersetzt und bisher ist es mir immer gelungen, den Kunden zu überzeugen, diese Lösung zu akzeptieren. So steht z.B. auf der letzten Seite der TÜV-Mitarbeiterzeitschrift „internord“ in der deutschen Fassung „Impressum“, in der englischen aber „internord“.
    Was „Masthead“ angeht, bin ich von der Behauptung überrascht, dass hiermit die kleingedruckte Liste der Funktionsträger und Mitarbeiter bezeichnet wird. Vielleicht ist das tatsächlich eine „British/American divide“; Wikipedia ist insofern etwas widersprüchlich, dass es zunächst die eine Definition gibt und dann hinzufügt: „In the UK, Australia, and New Zealand, the word is used to refer to the nameplate of a publication, its designed title as it appears on its front page.“ – Ja, eben, möchte ich dazu rufen! Wieso sollte eine Liste von Kleingedrucktem irgendwo unten oder hinten „masthead“ heißen? Ein „Masthead“ ist ganz oben und nicht zu verstecken, ist dort, wo die Fahne weht! Und so auch in einer Zeitung, wie z.B. „The Daily Express with the Crusader in its masthead“ -gibt es das noch?

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